Azarath - In Extremis

Band: Azarath (PL)
Genre: Death / Black Metal
Label: Agonia Records
Album Titel: In Extremis
Spielzeit: 39:29
VÖ: 07.04.2017

Azarath - In Extremis

Wie die Feuerwehr legen die Jungs von Azarath auf ihrem sechsten Studioalbum los, und von Ermüdungserscheinungen kann echt keine Rede sein.

Die seit fast 20 Jahren aktiven Polen um das letzte Gründungsmitglied Inferno versprühen eine ganze Menge Energie und musizieren mit viel Wut im Bauch und Kraft an den Instrumenten. Waren die Texte früherer Werke eher simpel gehalten, erstreckt sich der heutige Inhalt deutlicher über die Themen Chaos, Philosophie und das antikosmische Konzept. Die Vortragsweise dieser Inhalte ist aber stets harsch geblieben.

Generell hauen Azarath jede Menge Spirit in ihre Songs, die man sehr gut spüren kann. Vereinzelt kommt man nicht umhin, an die Landsmänner von Behemoth zu denken, was nicht zuletzt dem Umstand geschuldet ist, dass Inferno nicht nur bei Azarath, sondern seit 1997 auch am Schlagzeug von Behemoth sitzt.

Die Anteile von Death und Black Metal halten sich bei "In Extremis" relativ gut in der Waage, schlagen aber manchmal schon in den Brutal- und in den Technical-Bereich ein. Dies sorgt natürlich für viel Wirbel auf dem Album.

Aber trotz aller Härte und Schnelligkeit, die über weite Strecken vorgelegt werden, kommen die Songs einfach nicht so 100 % bis zu mir. Sie knallen echt gut rein und man merkt auch, dass hier wahrlich nicht lieblos gearbeitet wurde, aber für mich bleiben die Songs nicht hängen. Beispielsweise bei "Let My Blood Become His Flesh" merkt man, wie extrem gut die Musiker hier arbeiten und auch zusammenarbeiten. Und dennoch, wenn der Song zu Ende ist, kann ich mich nicht mehr so gut an das filigrane Solo erinnern, welches das Lied eben noch geziert hat. Mag das jetzt meine eigene Unfähigkeit sein oder nicht, aber es ist schade.

Fazit:
Wirklich ein sehr gutes Album, dessen größtes Manko aber die durchgehende Härte ist. Was bei vielen Produktionen funktioniert, nimmt diesem Album die Chance, als eindrucksvolles Unikat wahrgenommen zu werden. Der Vergleich mit Behemoth hinkt meiner Meinung nach, denn hier wird noch mehr der Fokus auf die Wucht der Musik gelegt, was dazu führt, dass in der Feinabstimmung ein paar Prozente fehlen, um wirklich ein Meisterwerk abzuliefern.

Punkte: 7,5/10

Anspieltipp: At The Gates Of Understanding, Into The Nameless Night

Tracklist

01. The Triumph Of Ascending Majesty
02. Let My Blood Become His Flesh
03. Annihilation (Smite All The Illusions)
04. The Slain God
05. At The Gates Of Understanding
06. Parasu Blade
07. Sign Of Apophis
08. Into The Nameless Night
09. Venomous Tears (Mourn Of The Unholy Mother)
10. Death

Lineup

Marek 'Necrosodom' Lechowski - Vocals, Guitars
Bartłomiej 'Bart' Szudek - Guitars
Piotr 'P.' Ostrowski - Bass
Zbigniew Robert 'Inferno' Promiński - Drums

Informationen