Avon - Black On Sunshine

Band: Avon (USA)
Genre: Hard Rock / Desert Rock
Label: Go Down Records
Album Titel: Black On Sunshine
Spielzeit: 32:26
VÖ: 17.04.2026

Avon - Black On Sunshine

Die seit 2015 agierenden Avon veröffentlichen mit "Black On Sunshine" ihr drittes Langeisen. Wobei Langeisen das falsche Wort ist, denn auch wenn es 12 Songs beinhaltet, schafft man es gerade mal auf EP-Länge von nicht mal 33 Minuten. Thematisch beschäftigt man sich mit den Verlockungen und Verführungen duch die Moderne oder auch den Mangel an Rückrat und Kommunikation durch die "Leichtigkeit" der sozialen Medien. Aber auch die Liebe kommt hier nicht zu kurz.

Schon die ersten Töne des Albums, was mit dem Titelstück beginnt, lässt dich 30 Jahre und weiter in die Zeit zurückreisen. Im trockenen Kyuss-Style, mit großer Black Sabbath Attitüde und rauem Stoner-Sound geht man hier zu Werke. Neben den kernigen Gitarren und einem mächtigen knarzigen Bass bekommt "Black On Sunshine" aber auch den psychedelischen Charme der 70 verpasst. Das nächste Stück "Awkwardness" fährt dann moch mehr Bass auf und wird mit einer hintergründigen, aber deutlich venehmbaren Melodie unterlegt. Das Schlagwerk "poltert" sich durch die Nummer und gibt dieser einen ordentlichen Groove.

So und so ähnlich geht es dann auch in den anderen Stück zu, was manchmal ein gewisses Wirrwarr erzeugt, was allerdings in diesem Genre eher normal ist und am Ende nur den trockenen Sound der Platte betont. Genre-Fans dürften jedenfalls ihre helle Freude an der Produktion haben. "Never In A Million Years" kommt mit einer Basslinie, die ein wahres Monster ist. Hier ist der Kontrast zu den relative hellen Vocals einfach perfekt. Apropos Vocals: Auch diese weisen immer wieder diesen psychedelischen Touch auf. Manchmal machen sie aber auch eine disonante "Figur" und liegen etwas neben der Spur. Gewollt oder nicht, will ich nicht beurteilen, aber es ist gewöhnngsbedürftig, genau wie eine gewisse Monotonie, die sich immer wieder einschleicht. Auf die Kürze des Albums gesehen, vieleicht etwas zu viel.

Ein Nummer wie "Super Fury Antidote", die schon vor 25 geschrieben wurde, lockert das Ganze aber auch mal schön auf. Mit seinem fast beschwingten Groove und der Melodie, kann man schon von einer gewissen Eingängigkeit sprechen. Dieses Stück ist perfekt auf der Platte plaziert, da es dich genau im richtigen Moment aus der entstandenen Monotonie herausreißt. "Strangest Love" ist sogar schon 33 Jahre alt und besticht vor allem mit seiner markanten Gitarre, dem coolen Rhythmus und dem Gesang. Hier zeigt sich wie zeitlos Musik sein kann. Der Albumabschluss "Oblivion" rockt sich dann nochmals sehr eingängig durch die Anlage und lässt den Wunsch aufkommen, auf dem Album noch zwei, drei weitere solcher Nummern finden zu können.

Fazit:
"Black On Sunshine" weiß zu gefallen. Auch wenn sich das Album bis zur Hälfte immer mehr in eine gewisse Monotonie verliert, ist es doch variabel und vor allem in der zweiten Hälfte überzeugt die Platte. Mit einer Mischung aus der rauen, trockenen Kyuss Attitüde, dem Black Sabbath Charme und eingängigen Melodien haben Avon ein, zugegeben etwas kurzes, aber zeitloses Dersert Rock Album mit spychedelischer Note erschaffen, an dem Genre-Freunde gefallen finden werden.

Punkte: 7,5/10

Anspieltipp: Black On Sunshine, Never In A Million Years, Oblivion

Tracklist

01. Black On Sunshine
02. Awkwardness
03. Spacebar
04. Never In A Million Years
05. Bandits
06. Ninteen Bruises
07. Super Furry Antidote
08. Doorway
09. Strangest Love
10. Oblivion

Lineup

James Childs - Vocals, Guitars
June Kato - Bass
Alfredo Hernández - Drums


Guest Musician:
Nick Davidge - Guitar & Backing Vocals on Black On Sunshine
Guitar & Vocals on Strangest Love

Informationen