Power Paladin - Beyond The Reach Of Enchantment
Band: Power Paladin (IS)
Genre: Power Metal
Label: ROAR
Album Titel: Beyond The Reach Of Enchantment
Spielzeit: 48:25
VÖ:
27.03.2026
Power Paladin, 2017 in Island noch ohne "Power" im Namen gegründet, haben sich epischem Power Metal verschrieben. Seit 2020 unter dem neuen Namen aktiv,
erscheint Ende März 2026 das neue Werk "Beyond The Reach Of Enchantment". Das "episch" haben sie bereits mit der Spielzeit erfüllt, die sich auf lediglich
acht Titel verteilt, sodass die Songs durchschnittlich eine lange Spielzeit haben. Entsprechend gespannt war ich auf das Werk.
Die Lieder weisen fast alle einen Bezug zu Fantasy-Welten oder zum Mittelalter auf, angedeutet etwa in "Camelot Rock City". Los geht es aber erst einmal mit
dem straight nach vorn ballernden "Sword Of Vigor". Die Double-Bass-Drum am Schlagzeug knüppelt gut, die Gitarren spielen schöne Läufe und zu meiner
Überraschung wird nach 2/3 des Songs auf dem Keyboard eine kleine Melodie gespielt, die wie die Musik von Pac-Man klingt.
Das hat erst etwas irritiert, aber beim häufigeren Durchhören des Albums fand ich den Einfall ziemlich witzig, weil er auch gut in den Song eingebettet ist.
Dieses Muster verfolgt die Truppe das ganze Album über. Seien es gesprochene Passagen, sei es plötzliches Death-Metal-Gegrummel – die Songs sind vielschichtig
und entwickeln sich häufig anders, als anfangs erwartet.
"Glade Lords Of Athel Loren" ist dafür ein anschauliches Beispiel. Die erste Hälfte des Songs wird Power Metal geboten, dann folgt ein Break mit leichten
Barock-Anklängen, und über eine Death-Metal-Passage kehrt die Band wieder zum Power Metal zurück. Weitere Überraschungen spare ich mir aber an dieser Stelle,
die werdet ihr selbst entdecken.
Bei allem wird Melodie großgeschrieben. Die Songs gehen gut ins Ohr und Sänger Atli Guðlaugsson beherrscht die tiefen Töne genauso gut wie die hohen. Höher
sind auch meist die Gitarren gestimmt, nur gelegentlich klingen sie tiefer, was dann die Stimmung des Songs verstärkt, wie etwa in "The Royal Road". Die
ausgewogene Produktion hat dafür gesorgt, dass Musik und Gesang gut aufeinander abgestimmt daherkommen und der Klang wunderbar klar ist, ohne dass man das
Gefühl hat, Musik "aus der Konserve" zu hören.
Zu kritisieren gibt es wenig. Die Songs hätten manchmal etwas gerafft werden können und die eingangs aufgeführten "Gimmicks" haben bei mir teilweise erst
für Irritationen gesorgt, bevor ich sie zu schätzen wusste.
Fazit:
Power Metal steht drauf und ist auch drin! Das zweite Werk des Power Paladin ist durchweg gelungen. Ich konnte es immer wieder gut durchhören, ohne Titel zu
überspringen. In den gut 48 Minuten Spielzeit wird viel Abwechslung geboten. Wer Bands wie Manowar mag, der darf gerne zugreifen!
Punkte: 8,5/10
Anspieltipp: alles
01. Sword Vigor
02. Glade Lords Of Athel Loren
03. The Royal Road
04. The Arcane Tower
05. Aegis Of Eternity
06. Camelot Rock City
07. Keeper Of The Crimson Dungeon
08. Valediction
Atli Guðlaugsson - Vocals
Bjarni Þór Jóhannsson - Guitars
Ingi Þórisson - Guitars
Kristleifur Þorsteinsson - Bass
Bjarni Egill Ögmundsson - Keyboards
Einar Karl Júlíusson - Drums
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Autor: Udo







