Kal-El - Astral Voyager Vol. 2
Band: Kal-El (N)
Genre: Doom / Stoner Metal
Label: Majestic Mountain Records
Album Titel: Astral Voyager Vol. 2
Spielzeit: 42:53
VÖ:
23.03.2026
Die norwegischen (Supermann) Si-Fi-Metaller Kal-El veröffentlichen nach nur zehneinhalb Monaten seit dem Release von "Astral Voyager Vol. 1" den Nachfolger
"Astral Voyager Vol. 2". Die vom "Captain" selbst erdachte Story der kosmischen Kopfgeldjägerin Mica, wird hier fortgesetzt, was der Albumtitel schon vermuten
lässt.
Tiefgestimmte, Stoner-mäßig raue, kratzige Gitarren bestimmen die Songs, was das gesamte Klangbild des Albums ebenso rau und verzerrt durch die Boxen drückt.
"Drücken" ist hier auch der passende Ausdruck, denn das Ganze kommt mit viel Druck daher. Die Kombination aus schweren Doom-Riffs mit Stoner-Sandpapier-Charme,
gibt dem Album dabei nicht nur den passenden Si-Fi-Anstrich, sondern auch eine bedrohliche Atmosphäre.
Das Schlagwerk sorgt dabei immer für den passenden Groove, weiß aber auch mit leicht scheppernden Becken "Farbkleckse" beizusteuern. Die markante,
ausdrucksstarke, helle, aber nicht zu hohe Stimme vom "Captain" steht im feinen Kontrast zum rauen Sound und erinnert gelegentlich von der Art her zu
singen an den Volbeat-Fronter Michael Poulsen.
Das Album zieht den geneigten Hörer, mit seiner Science-Fiction-Atmosphäre von Beginn an in seinen Bann. Die Spannung wird immer auf oberem Level gehalten,
und ähnlich wie bei einer guten Fernsehserie, wächst das Begehren, zu erfahren, wie es im nächsten Song weitergeht, schon im laufenden Titel. Deshalb sei
hier jedem Fan des Genres ans Herz gelegt, die Scheibe immer am Stück zu hören. Das Ganze ist so stimmig, dass man es auch als einen Titel hätte schreiben
können, der nur durch Breaks an den entsprechenden Stellen, in Kapitel unterteilt ist.
Apropos Breaks: Diese gibt es zur Genüge in den Songs. Genau wie Soli und Tempowechsel, steuern diese ihren Anteil zur Abwechslung auf dem Album bei. Auch
weist die Musik, trotz der verzerrten Schwere und des trockenen Stoner-Sounds, einen gewissen Grad an Eingängigkeit auf, was der vorhandenen Monotonie, welche
immer präsent ist, etwas ihre Eintönigkeit nimmt. Dadurch schaffen es die Norweger, extreme Schwere in den Sound zu packen, ohne dass es am Ende langweilig
werden könnte.
Die Produktion verleiht dem Album einen perfekten Sound, welcher auch Größen wie den Genre-Pionieren Kyuss gut zu Gesicht gestanden hätte. Beim Mix hat man
ebenfalls alles richtig gemacht: Trotz verzerrtem, rauem Klang, kann man fast jedes Detail heraushören und erkunden, was gerade den Musikern unter euch,
Freude bereiten dürfte.
Fazit:
"Astral Voyager Vol. 2" so schnell dem Vorgänger folgen zu lassen, ist einfach perfekt. So haben die Fans noch "...Voyager Vol. 1" im Gedächtnis und können
sich direkt der Fortsetzung widmen, auf die sie schon sehnlichst gewartet haben. Kal-El belohnt diese mit großartigem Stoner-Doom, welchen man besser kaum
in Szene setzen kann. Hier wurden intergalaktische Hymnen aus schweren Riffs und rauem Stoner-Sound erschaffen, die jedem Fan des Genres ein breites Grinsen
ins Gesicht zaubern und den Fan der Story direkt in selbige einsaugen. Dieses Album ist kein Schnellschuss, sondern besteht aus ausgeklügelten Kompositionen,
auf die man sich einlassen muss, um sie zu erfassen. Wer dies kann, wird mit dem Besten, was es zurzeit in diesem Bereich gibt, belohnt. Großartig!
Punkte: 10/10
Anspieltipp: alles
01. Juno
02. The Nine
03. The Prophecy
04. Juggernaut
05. Pan
06. Asteroid
Ståle "Cpt. Ulven/Captain" Rodvelt - Vocals
Kristoffer "Doffy" Ranaweera - Guitars
Azul Joshua "Josh" Bisama - Guitars
Bjørn O. Knutsen - Bass
Bjørn "Bjudas" Stornes - Drums
- Download Review in deutsch
- Bandcamp
Autor: Thomas







