Graufar - Via Necropolis
Band: Graufar (A)
Genre: Black Metal
Label: Eigenproduktion
Album Titel: Via Necropolis
Spielzeit: 41:32
VÖ:
20.03.2026
2020 in Linz/Oberösterreich gegründet, zelebrieren Graufar eigentlich typischen Black Metal. Rau, schnell und eben alles, was das schwarze Herz an
solchen Bands geil findet.
Und jetzt kommt das große ABER. Denn die Burschen würzen ihre Songs, oder sollte ich sagen: Hassbatzen, mit raffinierten Melodiebögen, die dem
Ganzen eine coole Abwechslung und noch mehr von dunkler und brutaler Mystik verleihen. Natürlich wird hier kompromisslos die Keule geschwungen,
und so manches Mal könnte man meinen, dass man auch etwas von Satyricon beeinflusste Riffs und Harmonien erkennt.
Besonders gut wird das alles, wenn Graufar auch mal das Grooven anfangen, um sich dann in einer Spirale der Geschwindigkeit nach oben zu rocken.
Schön zu vernehmen im, mit einem mörderischen Groove ausgestatteten "Heralds Of Doom". Sehr geil!
Die Riffs kommen mit dicken Eiern daher, schön brutal, schnell und ein Stück weit auch episch aus den Handgelenken. Der Gesang ist natürlich so,
wie es sich für solch eine Band gehört, nervt aber nicht so wie bei anderen Schreihälsen im BM.
Wie oben erwähnt, denkt man an Bands wie Satyricon, oder Dark Fortress. Graufar macht aber nie den Fehler, diese Bands zu kopieren, sondern bewahrt
sich eine klasse und interessante Selbstständigkeit.
Es ist sehr erfrischend, mal eine Band dieses Genres auf dem Seziertisch zu haben, die ihrem Sound, der übrigens schön fett produziert wurde, andere
Impulse verleiht. So klingt das Dargebotene schön nachvollziehbar und nicht wie bei manch anderen Bands, die einfach ohne Verstand und Idee durch die
Botanik ackern. Nicht falsch zu verstehen. Ich mag es schon, wenn es direkt und räudig nach vorn geht, aber es sollte immer auch "rocken". Diese Bands,
die das nicht können, langweilen mich persönlich schon nach dem ersten Hören. Graufar werd’ ich da öfter mal durch die Anlage jagen.
Fazit:
Geil gemachter und gespielter Black Metal, der dem Genre eine ausgezeichnete Abwechslung bringt und Graufar aus der Masse heraushebt. Brutal, schnell,
räudig und vor allem mit geilen Ideen und Arrangements. Wer auf richtig geiles Schwarzmetall steht, MUSS hier zur CD greifen und nicht streamen!!! Nur
so unterstützt Ihr eine wirklich klasse Band. Den restlichen halben Punkt gibt's dann, wenn die nächste Scheibe mindestens genauso gut ist. Echt guat
gmocht. Gscheid!
Punkte: 9,5/10
Anspieltipp: alles
01. Blizzard & Blaze
02. Heralds Of Doom
03. Charon
04. Via Necropolis
05. Buried In Flames
06. On Your Knees
07. Foltertrog
Gernot G. - Vocals, Guitars
Mike H. - Growls, Guitars
Thomas S. - Backing Vocals, Bass
René H. - Drums
- Download Review in deutsch
- Homepage
Autor: Steiff







