In Aeternum - ...Of Death And Fire

Band: In Aeternum (S)
Genre: Black / Death Metal
Label: Soulseller Records
Album Titel: ...Of Death And Fire
Spielzeit: 43:27
VÖ: 06.02.2026

In Aeternum - ...Of Death And Fire

Die Schweden In Aeternum werden immer wieder als eine Mischung aus Black und Death Metal kategorisiert, und dabei vergisst man immer den hohen Thrash-Faktor, den die Band mitbringt. Und das nicht erst seit heute. Gegründet bereits 1992 als Behemoth und ab 1994 dann als In Aeternum unterwegs, veröffentlichte man zwischen 1999 und 2005 vier Studioalben. Am 6. Februar erscheint nun, knapp 21 Jahre nach dem letzten Album "Dawn Of A New Aeon", Album Nummer fünf, welches "...Of Death And Fire" betitelt wurde. Da das Lineup des neuen Albums dasselbe ist, wie beim letzten Werk 2005, zog ich dieses als Vergleich hinzu. Eins schon mal vorweg: An seiner Wucht und Brutalität hat das Trio auch 21 Jahre nach dem letzten Longplayer nichts eingebüßt, und auch die Spielfreude scheint ungetrübt.

Das neue Werk startet mit dem Intro "Danse Macabre", welches "fade in" mit Gitarrenlinie und Drums Spannung aufbaut und in "Beneath The Darkened Tomb" übergeht. Hier bestätigt sich direkt die Aussage, dass die Truppe nichts von ihrer Wucht und Brutalität eingebüßt hat. Sofort wirst du von rasenden Riffs in einer Schnittmenge aus Black, Death und Thrash überrollt. Die Schießbude feuert aus allen Rohren und der Bass pumpt Tiefe in die Nummer. In der Mitte der Nummer wechselt man in einen Midtempo-Part, der dich einmal kurz durchatmen lässt, ehe sich das Ganze wieder mit schreddernden und teilweise flirrenden Gitarren aufbaut und dir um die Ohren fliegt. Im nächsten Stück "The Day Of Wrath" geht man noch variabler zu Werke, baut kurze Soli ein, und auch die Death-typischen Dissonanzen sind hier noch deutlicher zu vernehmen. "Spirit Of The Death" groovt mal im Midtempo, mal in doomiger Schwere, kann aber auch ordentlich Gas geben.

In dieser Art und Weise geht man auf der ganzen Scheibe zu Werke, wobei jedes Stück immer seine ganz eigenen Momente aufweist. Davids Vocals, welche als Black Metal gefärbte Death-Growls daherkommen, stehen dabei in einer perfekten Symbiose mit der Musik. Selbst im absolut brutalen "Bow To None" kann man das aufrechterhalten. Hier klingen seine Vocals noch "fieser" als sonst. Aber auch hier spielt man geschickt mit dem Tempo, Soli und anderen Feinheiten.
Der letzte Titel der Scheibe beginnt mit Akustik-Gitarre und Regen, bevor er dann stampfend startet und sich zu einem mächtigen, donnernden Nackenbrechen aufbäumt. Hier gibt es auch einen gewissen Grad an Melodie zu vernehmen, "Spoken Words" und Gast-Vocals von Erik Danielsson (Watain, Blood Fire Death). Ein perfekter Abschluss für dieses Album.

Um beim Vergleich zum letzten Album zu bleiben. Was die Produktion angeht, so ist diese beim 2005er Album etwas dunkler ausgefallen, was der Wucht und der Authentizität keinen Abbruch tut. Die Produktion auf "...Of Death And Fire" ist dafür etwas "erdiger" ausgefallen, was ihr einen leicht rauen Charme verleiht.

Fazit:
Wer In Aeternum schon länger verfolgt, dem wird sofort klar, wer die Songs von "...Of Death And Fire" geschrieben hat. Die Trademarks der Schweden sind auf dem Album allgegenwärtig, ohne sich dabei selbst zu kopieren. Sie haben es geschafft, ein neues Album zu erschaffen, das den typischen Stil der Band widerspiegelt, verbinden Death und Thrash Metal mit einer starken Schwarzfärbung und versetzen das Ganze mit einer ordentlichen Portion Wucht und Brutalität. Und die bandeigene Aussage "In Aeternum plays fucking Death/Thrash metal from Sweden", unterschreibe ich zu 100 %.

Punkte: 9/10

Anspieltipp: The Day Of Wrath, Bow To Non, To Those Who Have Rode On

Tracklist

01. Danse Macabre
02. Beneath The Darkened Tomb
03. The Day Of Wrath
04. Spirits Of The Dead
05. Mortuary Cult
06. The Vile God Of Slime
07. Bow To None
08. De Profundis
09. Goddess Of Abominations
10. The Hourglass
11. To Those Who Have Rode On (Feat. Erik Danielsson)

Lineup

David Larsson - Vocals, Guitars
Daniel Sahlin - Guitars, Bass
Perra Karlsson - Drums

Guest Musician:
Erik Danielsson - add. Vocals on To Those Who Have Rode On
Mira Sahlin - acoustic Guitar on To Those Who Have Rode On

Informationen