Induction - Love Kills
Band: Induction (D)
Genre: Symphonic Power Metal
Label: Reigning Phoenix Music
Album Titel: Love Kills
Spielzeit: 41:07
VÖ:
06.02.2026
Inzwischen ist die Band von Kai Hansens Sohnemann Timo Kanoa Hansen bei ihrem dritten Album angekommen. Das Debüt gefiel mir damals recht
ordentlich, stellte es doch quasi eine symphonischere und leicht modernere Variante der Stamm-Bands Helloween und Gamma Ray dar. Das
Folgewerk ging großzügig an mir vorbei, und nun fand ich es interessant, die Entwicklung dieses Projektes mal wieder zu beobachten.
Nach einigen Durchläufen lässt mich das neue Werk "Love Kills" etwas mit gemischten Gefühlen zurück. Zum einen ist hier erneut alles astrein knackig
produziert und technisch einwandfrei eingespielt und es gibt massenweise schöne Melodien, satte Chöre und episch hymnische Parts. Auf der anderen Seite
allerdings erliegt Induction einem aktuellen Trend zum Synthwave, der sich für mich inzwischen wie ein musikalischer Mandela-Effekt anfühlt.
So glaubt man ernsthaft, in den 80ern hätte JEDER Metalhead wohl Synthwave gehört, was einfach ein Irrglaube ist, den uns Streamingserien wie Stranger
Things einbläuen wollen. Ich wuchs in genau dieser Zeit auf und niemand, der was mit härteren Gitarren am Hut hatte, mochte dieses Synth-Geblubber. Truppen wie
Beast In Black und Battle Beast verloren daher schon vor einigen Jahren mein Interesse.
Dies nun vermehrt auf der neuen Induction zu hören, ist für mich also kein Pluspunkt, zumal dafür der symphonische Part zurücktreten muss.
Bis auf den Song "Dark Temptation" und den hymnischen, Gamma Ray-mäßigen "Beyond Horizons" bleiben die symphonischen Parts meist komplett aus. Und die
weichen, moderneren Keyboardklänge reichen sogar so weit, dass ein Song wie "Strangers to Love" nach radiotauglichem AOR klingt. Dies klingt durch das
Duett mit der Visions Of Atlantis Frontfrau Clementine Delauney zwar sehr schön, folgt aber direkt auf den harten Banger "Steel And Thunder" und scheint
somit nicht wirklich ins Konzept zu passen.
Gefallen haben mir hingegen die teils opulenten und mehrstimmigen Choräle und Refrains, welche Songs wie den Opener oder den Titeltrack schön eingängig machen.
Auch im Bereich Riffs und Solospiel wurde ich ordentlich bedient.
Lobenswert finde ich auch die Idee, wieder zum physischen Kauf zu animieren, indem man einen Titel namens "Gods Of Steel" auf die CD-Version packt, der mir
zum Vorab-Anhören aber nicht vorlag. Für mich tatsächlich reizvoll, das Werk dann doch zu ordern.
Fazit:
Das neue Scheibchen von Induction war anders als erwartet und benötigt vielleicht einfach noch mehr Durchläufe bei mir, denn ich bin
inzwischen doch etwas übersättigt von diesem "klebrig-süßlichen" Synthwave Einsatz im Metal Bereich. Dennoch liefert die Scheibe genug wuchtigen
Breitwand- Power Metal um genug Spaß zu machen, und bietet viele eingängige Stücke an, die ordentlich abgehen und mit viel Abwechslung punkten
können. Definitiv zum Antesten empfohlen.
Punkte: 8/10
Anspieltipp: Steel And Thunder, Beyond Horizons, Love Kills
01. Virtual Insanity
02. War Of Hearts
03. Dark Temptation
04. Steel And Thunder
05. Strangers To Love
06. Beyond Horizons
07. Gods Of Steel (Physical Release Exclusive)
08. Love Kills
09. I Am Evil
10. The Veil Of Affection
11. Empress
Gabriele Gozzi - Vocals
Tim Kanoa Hansen - Guitars
Justus Sahlman - Guitars
Dominik Gusch - Bass
Markus „Maks“ Felber - Drums
- Download Review in deutsch
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Autor: Slaine







