Death Dealer - Reign Of Steel
Band: Death Dealer (USA)
Genre: Power Metal
Label:
Massacre Records
Album Titel: Reign Of Steel
Spielzeit: 44:38
VÖ:
23.01.2026
Death Dealer aus den USA gründeten sich erst 2012, zeigen aber eine rege Veröffentlichungsaktivität.
Am besten lässt sich die Truppe als All-Star-Combo beschreiben, denn alle Mitglieder spielten oder
spielen schon in anderen Bands wie Symphony X, Arkenstone, Manowar oder Warrior. Fünf Jahre nach dem
letzten Werk erscheint im Januar mit "Reign Of Steel" Album Nr. 4.
Der Titel ist dabei Programm, beginnt das Werk doch mit "Assemble", das wie ein Aufruf zum Kampf wirkt,
und der helle Schrei von Sänger Sean Peck tut sein Übriges dazu. Auch die Texte handeln zumindest teilweise
von Schlachten. Es entfaltet sich in den nächsten Titeln ein lupenreines Metal-Werk. Die Double-Bass-Drum
ballert durch, die Gitarren galoppieren vorn weg und immer wieder bringt der Shouter (hier wörtlich zu nehmen)
sein Organ in die hohen Tonlagen. Die gelegentlich eingestreuten Taktwechsel sorgen dabei nicht wirklich
für Entspannung.
Gaben die ersten Titel richtig Vollgas, nicht zuletzt Track 4 "Bloodbath", so wird das Album ab "Raging Wild
And Free" ruhiger. Diese Powerballade gibt Gelegenheit zum Durchatmen. Hier zeigt Sean Peck, dass er nicht
nur schreien kann, wobei ich das positiv meine, da der ans Schreien grenzende Gesangsstil gut zu den Songs passt.
Eine Ähnlichkeit zu Manowar habe ich aber kaum festgestellt.
Die Sechssaiter bleiben eher tief gestimmt, was aber einen guten Kontrast zum hellen Gesang bildet. Trotzdem
die Drums leider etwas in den Hintergrund gemischt sind, mit ihrem dumpfen Klang, hat die Produktion dennoch
dafür gesorgt, dass Musik und Gesang gut aufeinander abgestimmt sind und beides seinen Raum bekommt. Arten
vorwiegend die ersten paar Songs teilweise in ziemliches Geknüppel aus, so kommt dennoch die Melodie nicht zu kurz.
Die ganz großen Ohrwürmer aber fehlen leider. Die zweite Hälfte des Albums, mit den teilweise schleppenden Titeln,
wirkt schlussendlich abwechslungsreicher als die erste Hälfte.
Fazit:
Ich habe einige Anläufe gebraucht, bis ich Zugang zu dem neuen Werk von Death Dealer gefunden habe. Hier gibt
es wirklich lupenreinen Metal, auch wenn zumindest mich das häufige Geknüppel auf der Double-Bass-Drum etwas
genervt hat. Mit zwei oder drei Songs, wie sie in der zweiten Hälfte geboten werden, hätte ich mehr Freude an
dem Teil gehabt. Aber wer traditionellen Metal mag, liegt hier durchaus richtig.
Punkte: 6/10
Anspieltipp: Assemble, Raging Wild And Free
01. Assemble
02. Devil’s Triangle
03. Riding On The Wings
04. Bloodbath
05. Raging Wild And Free
06. Blast The Highway
07. Compelled
08. Dragon Of Algorithm
09. Sleeping Prophet
10. Reign Of The Night
Sean Peck - Vocals
Ross "The Boss" Friedman - Guitars
Stu Marshall - Guitars
Mike LePond - Bass
Steve Bolognese - Drums
- Download Review in deutsch
Autor: Udo







