HyperioN - Cybergenesis
Band: HyperioN (I)
Genre: Heavy Metal
Label:
Fighter Records
Album Titel: Cybergenesis
Spielzeit: 39:17
VÖ:
15.01.2026
Die italienische Metal-Band HyperionN blickt auf mittlerweile zehn Jahre
Bandgeschichte zurück. Seit ihrer Gründung hat die Truppe bereits
einige Besetzungswechsel durchgemacht und so ist von der Gründungscombo
nur noch Gitarrist Davide Cotti mit an Bord. Zusammen mit der ansonsten
neu formierten Gruppe wurde das Anfang 2026 erscheinende dritte Album
eingespielt.
Dessen gut 39 Minuten Spielzeit verteilen sich auf acht Titel, wobei
die einzelnen Songs recht lang geworden sind. Der Auftakt "Deafening"
hat mich dazu gebracht, vorsichtshalber die Boxen nicht zu laut aufzudrehen.
Die Befürchtung war aber unberechtigt. Es ertönt kein ohrenbetäubender Krach,
sondern mit leicht aufheulenden Gitarren und galoppierenden Drums macht einem
das neue Werk von Anfang an klar, in welche Richtung die Reise geht. Mit viel
Melodie und viel Gitarre entfaltet sich ein lupenreines Metal-Werk. Der
kraftvolle Gesang des Shouters Max Morelli behauptet sich gut gegen die
ebenfalls kraftvoll aufspielende Band, bei der vorrangig die schönen
Doppel-Gitarren-Läufe herausstechen.
Auf der Speisekarte steht traditioneller
Metal, daher wird auf Effekte weitgehend verzichtet. Eine Ausnahme bildet
etwa Titel Nr. 2 "Rewire, Rebuild", der mit leicht bearbeiteten Gitarren
beginnt, aber dann auf die übrige Linie des Albums zurückfindet. Die Titel
klingen alle relativ ähnlich, aber gelegentlich sorgt ein gut in den jeweiligen
Song eingebautes Break für Abwechslung. Es überwiegen schnelle Tracks mit vielen
Gitarrenläufen. Songs wie "The Shackles Of Chronitus" mit seinem schleppenden Rhythmus
fallen aus dem Raster und sorgen so für etwas Abwechslung. Auf eine klassische
Metal-Ballade hat die Band allerdings verzichtet. Das ist schade, da ich
einerseits Metal-Balladen mag und dies andererseits ein wenig mehr Abwechslung
bedeutet hätte.
Leider sind Drums und Bass ziemlich in den Hintergrund gemischt, was den Gesang
und die Gitarren von der Produktion her klar betont. Das macht den Sound etwas
dumpf, aber unterm Strich geht die Produktion in Ordnung. Man kann immer noch
die ganze Band gut heraushören.
Fazit:
Der ganz große Wurf ist das
neue Werk nicht, dafür fehlen einfach die großen Stücke, die man nicht mehr
aus dem Gehörgang bekommt, wenn man sie einmal gehört hat. Aber dafür wirkt
das Album aus einem Guss, positiv gemeint. Die Songs passen gut zusammen, wodurch
man das ganze Album schön am Stück durchhören kann. Wer traditionellen Metal mag,
ist hier durchaus gut aufgehoben.
Punkte: 6/10
Anspieltipp: Rewire, Rebuild
01. Deafening
02. Rewire, Rebuild
03.
Yet We Still Fight
04. The Shackles Of Chronitus
05. Blood Of Chrome
06. Grain Of Sand
07. Rhizome Rider
08. The Whole Of Time
Max Morelli - Vocals
Davide Cotti - Guitars
Francis Dipasquale -
Guitars
Simone Cauli - Bass
Francesco Madonna - Drums
- Download Review in deutsch
- Bandcamp
Autor: Udo







