Wildhunt - Aletheia
Band: Wildhunt (A)
Genre: Thrash Metal
Label: Jawbreaker Records
Album Titel: Aletheia
Spielzeit: 46:24
VÖ:
02.01.2026
Insgesamt 15 Jahre dauerte es für die österreichischen Wildhunt seit Bandgründung,
ihr vorliegendes zweites vollwertiges Album auf den Markt zu bringen. In dieser Zeit gab
es zwischen den beiden Werken auch Besetzungswechsel an Gitarre und Bass, was möglicherweise
den 10-Jahres-Abstand zum Vorgänger erklären könnte. Musikalisch ist das dargebotene Material
dann durchaus knackig, druckvoll und als gelungen zu bezeichnen.
So brettern die zackigen
Thrashmetal-Nummern mit Versatzstücken aus US-Powermetal und klassischen Heavy Metal Anleihen
sehr ordentlich produziert aus den Boxen. Das Ganze klingt dabei wie ein Hybrid aus alten Heathen
und Paradox, und gesanglich scheinen alte Cloven Hoof durch. Dies lässt das Songmaterial wie eine
Mischung aus leicht technischerem Thrash und Epic Metal klingen.
Allerdings muss man erwähnen,
dass man unter den sieben Titeln nur fünf als echte "Songs" bezeichnen kann, denn der Opener und
das einminütige Zwischenspiel "Kanashibari" sind nur kleine Instrumentals, die ich zugegebenermaßen
so nicht gebraucht hätte. Übrig bleiben dann zwei eingängigere Titel: mit "The Holy Pale", der mir wegen
der Mixtur aus klassischem Thrash und Powermetal mit dezenten Gangshouts im Refrain gefiel. Und dem
klar in Richtung traditionellem Heavy Metal ausgerichteten Titelsong "Aletheia", der mit seiner Hymnik
und den epischeren Elementen, sowie einem schönen mehrstimmigen Refrain punkten konnte. Der Rest war
teilweise etwas zu schwer zugänglich und es fehlten ein wenig die memorablen Hooks und Refrains zum Mitgehen.
Mit dem überlangen 11-Minuten-Song "Sole Voyage" verliert man sich dann leider zu sehr in verschiedenen
instrumentalen Episoden, wobei mir das epischere letzte Drittel wieder recht gut gefiel.
Fazit:
Das zweite Wildhunt-Album geht handwerklich völlig in Ordnung, bietet eine interessante
Mischung aus thrashigem Riffing und knackigem Heavy-Powermetal an und überzeugt hauptsächlich in den
traditionelleren Metal Elementen. Durch die zu wenigen "echten" Songs ist "Aletheia" eher eine längere EP
mit inhaltlich Luft nach oben in Sachen Eingängigkeit. Wie es gehen kann, beweisen die besseren Songs.
Punkte: 7/10
Anspieltipp: The Holy Pale, Aletheia
01. Touching The Ground
02. The Holy Pale
03. Made Man
04. Kanashibari
05. In Frozen Dreams
06. Aletheia
07. Sole Voyage
Wolfgang Elwitschger - Vocals, Guitars
Julian Malkmus - Guitars
Robbie Nöbauer - Bass, Backing Vocals
Lukas Lobnig - Drums, Percussions
- Download Review in deutsch
- Homepage
Autor: Slaine







