Blood Red Throne - Siltskin
Band: Blood Red Throne (N)
Genre: Death Metal
Label:
Soulseller Records
Album Titel: Siltskin
Spielzeit: 45:27
VÖ:
05.12.2025
Die norwegischen Deather Blood Red Throne toben nun auch schon seit
schlappen 27 Jahren durch die Szene und kommen dieser Tage mit Album
Nummer 12 ums Eck. Auch wenn das Besetzungskarussell gefühlt nie stillstand
(einzig Gitarrist Daniel ist von Anbeginn ununterbrochen am Start), hat man
immer qualitativ starken Death Metal abgeliefert und blieb zumindest den
Die Hard Deathern immer im Gedächtnis. Mit dem 2010 dazugestoßenen Gitarristen
Ivan, dem 2013 zurückgekehrten Drummer Freddy, dem Bassmann Stian (seit 2018) und
dem seit 2023 am Mikrofon agierenden Sindre, hat man bereits das starke "Nonagon"
eingetütet, und was soll ich sagen: Das neue Werk "Siltskin" setzt dem noch
mal einen oben drauf.
"Scraping Out The Cartilage" startet das Album und kommt gleich mal mit fettem
Riff und einer feinen Melodie daher. Kurz bevor dann das Schlagwerk ordentlich
Dampf macht, gibt es einen Anflug eines Solos, was dennoch direkt einen Akzent
setzt. Kerniges Riffing und Drums entfesseln Energie und geben der Midtempo Nummer
#Druck und Groove. Hier bleibt dir gar keine Wahl, du musst einfach den Kopf im
Takt mitgehen lassen. Die Growls, welche auch mal als Screams daherkommen, machen
das Ganze noch dunkler und bedrohlicher. Schon in diesem Stück zeigt sich das
Variable in der Musik von Blood Red Throne. Immer wieder gibt es Tempowechsel,
Breaks und Soli, wobei die schnellen Parts auch immer einen Anflug von "Übersee"-Death
in sich tragen. Starke Nummer, die dich direkt abholt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Auf diesen starken Beginn ruhen sich die Norweger aber nicht aus, nein, sie zimmern dir
acht weitere tödliche Nackenbrecher in den Schädel. Sei es der schnelle "Husk In The Grain",
der dir die Rübe abschraubt und die Dunkelheit in Persona ist, oder der rasende "Anodyne Rust",
der regelrecht durch deine Bude galoppiert und alles mit sich reißt, was nur in seine Nähe kommt.
Alles fräst sich regelrecht in den Schädel. Und das Beste daran: Es wird immer abwechslungsreich
gehalten und die Nummern fliegen, trotz Längen von bis zu fast 7 Minuten, wie im Flug durch
die heimische Anlage.
Das für mich Sahnehäubchen der Platte kommt dann zum Schluss.
"Marrow Of The Earth" beginnt eher ruhig, mit bedrohlichem Sample und cleanem Part, wird
dann immer mächtiger und legt dir eine finstere Aura ins Wohnzimmer. Hier zieht sich ein
schwerer Groove durch fast 7 Minuten, der selbst dann noch vernehmbar bleibt, wenn die Soli
erklingen oder das Tempo angezogen wird. Die Sprachsamples sorgen hier noch mal für einen
zusätzlichen Akzent. In dieses Stück packen die Norweger abermals alles rein, was sie ausmacht.
Die fette, druckvolle Produktion rundet das Ganze perfekt ab und setzt das Album passend in Szene.
Trotz des sauberen Sounds klingt das Ganze sehr authentisch.
Fazit:
"Siltskin" kommt melodischer, fetter und druckvoller als seine Vorgänger daher. Ja,
Blood Red Throne spielen Death Metal wie man ihn kennt. Sie nehmen die altbekannten Zutaten
und zimmern daraus packende Nummern. Diese bestechen durch ausgeklügeltes und detailliertes
Songwriting und nehmen den Hörer von Anfang bis Ende mit auf eine Todesmetallische Reise.
Sie werfen dir die "Schmutzhaut" oder "Schlammhaut" (so der sinngemäße Titel der Scheibe) über,
die dich über eine Dreiviertelstunde gefangen hält. Auch wenn die Zutaten bekannt sind: Es ist
wie bei einer Harley, man erkennt sie immer am Sound, aber jede klingt dennoch anders. Ein ganz
starkes Album, der für meinen Geschmack unterbewerteten Norweger.
Punkte: 9/10
Anspieltipp: alles
01. Scraping Out The Cartilage
02. Beneath The Means
03.
Husk In The Grain
04. Necrolysis
05. Anodyne Rust
06. Vestigial Remnants
07. Vermicular Heritage
08. On These Bones
09.
Marrow Of The Earth
Sindre Wathne Johnsen - Vocals
Daniel 'Død' Olaisen - Guitars
Ivan ‘Meathook’ Gujić -
Guitars
Stian Gundersen - Bass
Freddy Bolsø - Drums
- Download Review in deutsch
- Bandcamp
Autor: Thomas







