Darklon - Mind Reaper
Band: Darklon (GR)
Genre: Power / Epic Heavy Metal
Label:
No Remporse Records
Album Titel: Mind Reaper
Spielzeit: 40:15
VÖ:
28.11.2025
Seit 2017 sind die Griechen aus Athen nun in der Szene mit ihrem inzwischen dritten Album unterwegs.
Dabei hat man hauptsächlich im Bereich des Sängers stets die gesangliche Unterhose gewechselt, denn auf
jedem Werk stand ein anderer Mann am Mikro. So wurde dem Debüt die Stimme von Paladine Shouter Nick
Protonotarios geliehen, während auf dem zweiten Album der weniger bekannte Nikos Migos seine Stimme
verewigte. Hier hören wir jetzt den Neuling Billy Chepras, der separat noch bei der Band Wildfire sein
Können unter Beweis stellt und dessen Stimmlage irgendwo zwischen Sacred Steel und Omen liegt.
So auch die Stilistik der Band, die wohl dem "Epic" Metal zuzuordnen ist, dessen Erkennungsmerkmale
für mich immer schwieriger auszumachen sind. Für mich ist das vorliegende Werk eher eine Genremixtur
aus US Power Metal, traditionellem Heavy Metal und Einflüssen der üblichen Verdächtigen. So scheinen
hier mal Iron Maiden, da mal Running Wild und irgendwo auch Jag Panzer als klare Einflüsse durch.
Produziert ist das Ganze sehr ordentlich und knackig. Die Gitarren stechen gut hervor, ohne die klare,
aber auch kraftvolle Stimme Chepras zu überdecken. Dazu kommen meist sehr melodisch gehaltene
Gitarrensolos, die teils leicht ausufernd, aber nie übertrieben lang sind. Dafür sind die Soloparts
angenehm melodisch ausgefallen.
Das Problem mit dem Album liegt bei mir aber im Songwriting.
Trotz durchaus gelungener Passagen und einer Handvoll mitreißender Riffs blieben beim Hören die
großen Momente einfach aus. Das Album bietet zum Beispiel kaum memorable Refrains an. Erst im
Mittelteil können mit den beiden Titeln "Powercast", einem schnellen Banger mit mehrstimmigen
Shouts im Refrain, und dem rockigen "The Mad Messiah" zwei Titel bei mir punkten, da sie in
Ansätzen Lust machen, sie öfter erneut hören zu wollen.
Fazit:
Darklon liefern für Fans
der zum Vergleich herangezogenen Bands durchaus Material, das man genussvoll anhören kann.
In aktuellen Zeiten gibt es aber zu viele interessantere und eingängigere Truppen, die aktuell
stärkere Werke auf die Szene loslassen. Dennoch ein schönes Album im guten Mittelfeld, wie ich finde.
Punkte: 6/10
Anspieltipp: Invisible Apocalypse, Humor, 2020
A.D.
01. In The Abyss
02. Mind Reaper
03.
Soul Stealers
04. Powercast
05. The Mad Messiah
06. Shockwave
07. Hell’s Heroes
08. Psyched Out
Billy "The Kid" Chrepas - Vocals
Kras K.D. - Guitars
Savvas G - Bass
Geor Kana - Drums
- Download Review in deutsch
- Bandcamp
Autor: Slaine







