Primal Fear - Domination
Band: Primal Fear (D)
Genre: Heavy / Power Metal
Label: Reigning
Phoenix Music
Album Titel: Domination
Spielzeit: 59:06
VÖ:
05.09.2025
Nach 28 Jahren und mit dem nun 15. Studiowerk am Start, stehen
Primal Fear fest verwurzelt als klare Referenzinstitution im
deutschen Power Metal. Die Truppe aus Baden-Württemberg trägt für
mich seit jeher schon das Qualitätsmerkmal "Kannste nix mit falsch
machen" und hat vor allem mit Frontmann Ralf Scheepers einen der
besten und memorabelsten Shouter der Szene am Start.
Die Band hat
recht schnell ihren Wiedererkennungswert im Sound etabliert und hält
eine recht konstante Höhe an musikalischem Können.
Zusammen mit
den stilistisch ähnlichen Iron Savior, Gamma Ray und Helloween
bilden sie eine der Speerspitzen der Szene, und auch auf dem neuen
Album wird dem kein Abbruch getan.
Vom Opener "The Hunter",
gefolgt vom knackigen "Destroyer" hin zu Bangern wie den mit
Gangshouts veredelten Titeln "Scream" oder "March Boy March" wird
die Palette für Metal Maniacs gut abgedeckt. Hervorstechen können
für mich aber eher die im mittleren Tempo umgesetzten Stampfer wie
"I Am The Primal Fear" der meiner Ansicht nach einen wuchtigeren
Refrain hätte haben dürfen, das ebenso wuchtige "The Dead Don't Die"
oder der eher Faustreck-kompatible Titel "Tears Of Fire".
Mit
einer Banger-Hymne wie "Heroes And Gods" wird aber auch eine
ordentliche Schippe Choral-Epik draufgelegt, was mir gut gefällt,
und auch der länger als 7 Minuten laufende Hymnentitel "Eden" darf
nicht fehlen. Ganz zum Schluss gibt es dann mit "A Tune I Won't
Forget" eine düstere Pianoballade. Lediglich das angenehm kurz
gehaltene Instrumental "Hallucinations" hätte es jetzt nicht
unbedingt gebraucht.
Qualitativ gibt es nichts zu
beanstanden, denn die Riffs von Mat Sinner und Neuzugang Thalìa
Bellazecca wurden druckvoll produziert und alles klingt satt und
wuchtig wie aus einem Guss. Dankenswerterweise verzichtet man auch
auf unnötige Gäste aus Fremdgenres, sondern verlässt sich zu 100 %
auf die eigenen Qualitäten, die der geneigte Fan sich auch gewünscht
hat.
Fazit:
Das neue Primal Fear Werk lässt für seine
Anhänger keine Wünsche offen, bietet allerdings bis auf wenige
Ausnahmen auch keine atemberaubenden Übernummern an, mal "Tears Of
Fire" und "Heroes And Gods" ausgeklammert.
Wer aber seinen
messerscharfen Euro-Stahl heiß geschmiedet will und seinen Helden
wieder live zujubeln möchte, der wird hier viel Material finden, das
Freude bereiten kann. Auf jeden Fall ein starkes Stück deutschen
Metals.
Punkte: 9/10
Anspieltipp: Tears Of Fire,
Heroes And Gods, Scream
01. The Hunter
02. Destroyer
03. Far Away
04. I Am The
Primal Fear
05. Tears Of Fire
06. Heroes And Gods
07.
Hallucinations
08. Eden
09. Scream
10. The Dead Don't Die
11. Crossfire
12. March Boy March
13. A Tune I Won't Forget
14. Bridges Will Burn (Bonus Track)
Ralf Scheepers - Vocals
Mat Sinner - Bass, Vocals
Magnus
Karlsson - Guitars
Thalìa Bellazecca - Guitars
André Hilgers -
Drums
- Download Review in deutsch
- Homepage
Autor: Slaine







