Ulthar - Providence

Band: Ulthar (USA)
Genre: Death / Black Metal
Label: 20 Buck Spin
Album: Providence
Spielzeit: 36:33
VÖ: 12.06.2020

Ulthar - Providence

Die seit 2014 aktiven US-Deather Ulthar kommen dieser Tage mit ihrem Zweitling "Providence" zum Händler eures Vertrauens. Angekündigt wird hier eine Mischung aus Death und Black Metal. Was allerdings nur bedingt zutrifft.

Der Death Metal steht hier im Vordergrund und kommt als eine Mischung aus amerikanischer und skandinavischer Schule daher. Der Black Metal Anteil hat dann fast nur den skandinavischen Touch inne. Allerdings hat das Ganze auch eine relativ hohe progressive Ausrichtung und hin und wieder gibt es auch mal einen gewissen Grad an Melodie. Samples und Synths spielen eine eher untergeordnete Rolle und werden wenig, aber songdienlich eingesetzt.
Die Gitarren verzetteln sich immer wieder mit ihren Death- und Black Metal-Riffs im Chaos und geben den entsprechenden Parts ein wirres Konstrukt, dass es einem fast schwindelig wird.

Schlagzeug und Bass versorgen die Stücke mit ordentlichem Dampf und treiben diese schön an. Die Abwechslung der Platte liegt hauptsächlich in den Tempowechseln, die zwar gering, aber auffällig sind. Hin und wieder gibt es gar mal einen fast schon schleppenden Part. In "Furnace Hibernation" und "Narcissus Drowning" schon fast doomig. Die Vocals wechseln je nach Hauptausrichtung des jeweiligen Songs zwischen Death Growls/Grunts und Black Metal Gekrächze. Hin und wieder gibt es auch beides in einer Nummer.

Von produktionstechnischer Seite hätte man hier allerdings mehr rausholen müssen. Das Album kommt eher rau durch die Boxen, was für die Death - und Black Metal Seite ganz gut, aber für den hohen progressiven Anteil eher nicht von Vorteil ist. Das "Räudige" verfehlt zwar nicht seine Wirkung, aber das ohne Frage hohe technische Niveau der Platte bleibt dadurch etwas auf der Strecke.

Fazit:
"Providence" ist ein gutes Album, was aber etwas vorhersehbar ist und besser produziert hätte sein können. Auch von der Spielzeit her ist es eher dürftig, denn selbst auf Vinyl hätte da noch mindestens eine Nummer drauf gepasst. Nichtsdestotrotz kann man sich das Ganze gut zu Gemüte führen und um sich zwischendurch mal die Rübe abzudrehen, geht das schon klar.

Punkte: 7/10

Anspieltipp: Narcissus Drowning

Tracklist

01. Churn
02. Undying Spear
03. Providence
04. Through Downward Dynasties
05. Cudgel
06. Furnace Hibernation
07. Narcissus Drowning
08. Humanoid Knot

Lineup

Shelby Lermo - Vocals, Guitars, Samples
Steve Peacock - Vocals, Bass, Synth
Justin Ennis - Drums, Electronics

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