Gaerea - Unsettling Whispers

Band: Gaerea (P)
Genre: Black Metal
Label: Transcending Obscurity Records
Album Titel: Unsettling Whispers
Spielzeit: 41:46
VÖ: 22.06.2018

Gaerea - Unsettling Whispers

Tja, da haben wir ja mal wieder eine total geheimnisvolle Band, die als Line-Up "unknown" angibt und über Metal Archives zumindest drei der vier Mitglieder benennt. Auf den Promofotos sind halt vier Gestalten drauf, aber vielleicht ist das ja auch nur ein Trick. Na ja, gesichert scheint wenigstens, dass die Band 2016 gegründet wurde und seit dem eine EP mit dem Namen "Gaerea" auf den Markt geworfen hat. Somit folgt hier das Debütalbum, welches laut Infozettel die Black Metal-Welt auf den Kopf stellt. Nun, dann hätten wir ja irgendwie "White Metal" und das ist hier definitiv nicht der Fall.

Gemeint ist wohl eher, dass die Band auch andere Einflüsse in ihrem Sound zu lässt. Davon höre ich aber nicht wirklich etwas, was auch nicht schlimm ist, da der hier gebotenen BM wirklich geil rüberkommt. Wer auf Mgła und Uada steht, sich manchmal aber etwas mehr Dreck im Sound wünscht, ist hier genau richtig. Die Portugiesen hauen also rasend schnelle, repetitive Riffs raus, die in dem typisch melodischen "Singsang" daherrauschen. Das kommt besonders geil bei so einem geblasteten Song wie "Lifeless Immortality" zum Tragen. Quasi Schönheit neben Gewalt.

Überhaupt wird das Tempo extrem hoch gehalten. Der Blastbeat ist eher die normale Geschwindigkeit und wird ab und an durch schleppende Passagen oder Thrash-artige Ausbrüche ergänzt. Die Unterscheidung zu den o. g. Bands liegt aber definitiv im Gesang. Der Sänger growlt, wispert und schreit sich echt die Lunge aus dem Hals. Das gibt dem Ganzen einen echt rauen Touch und ist extrem abwechslungsreich. Hört mal in "Catharsis" rein. Der schleppt sich erst einmal schön mit garstigem Geschrei dahin, um nach gut zwei Minuten wieder dem Pfad des Restalbums zu folgen. In diesem Song sind die Vocals echt total abgedreht.

Die Produktion ist glasklar und drückt jedes Instrument (außer den Bass) gut unterscheidbar aus den Boxen. Somit verwischt das Klangbild auch bei den hohen Geschwindigkeiten überhaupt nicht.

Fazit:
Mit Gaerea bekommt die BM-Szene einen weiteren, tollen Act. Das Brimborium drumherum finde ich zwar nicht so aufregend, gehört aber wohl dazu. Die Musik ist das was zählt und die kann ich jedem ans schwarze Herz legen. Cooles Album und das noch als Debüt. Hut ab!!!

Punkte: 8,5/10

Anspieltipp: Lifeless Immortality

Tracklist

01. Svn
02. Absent
03. Whispers
04. Lifeless Immortality
05. Extension To Nothingness
06. Cycle Of Decay
07. Catharsis

Lineup

??? - Vocals
Harborym BM - Guitars
Jorge Marinho - Bass
Nuno - Drums

Informationen