Rifforia - Axeorcism
Band: Rifforia (S)
Genre: Heavy Metal
Label: Metalville
Album
Titel: Axeorcism
Spielzeit: 37:41
VÖ: 23.02.2024
Rifforia, vormals bekannt als Tuck from Hell, kehren nach 12
Jahren mit ihrem neuesten Album "Axeorcism" zurück in die
Plattenläden. Das Album, das in einem leicht old-schooligen Heavy
Metal-Gewand daherkommt, präsentiert zehn kraftvolle Songs, die eine
Hommage an die Wurzeln des Genres darstellen. Jedoch ist der Stil
keineswegs auf reinen Heavy Metal beschränkt, denn unüberhörbar sind
die markanten Elemente des Thrash Metals.
Eine Veränderung in
diese Richtung ist zweifellos die Einführung des neuen Sängers, Nils
Patrik Johansson, welcher dem Klangspektrum von Rifforia seine
eigene kraftvolle Note hinzufügt. Auch wenn ich anfangs so meine
Probleme mit der Stimmfarbe hatte, gefällt sie mir nach einigen
Durchläufen mittlerweile gut.
Das Cover der Scheibe hat
sofort mein Interesse geweckt und ich finde "Axeorcism" hört sich
genauso an, wie es aussieht. Irgendwie spannend, mit einem Hauch
Ungewissheit, was sich hinter dem nächsten Riff versteckt.
Das Schlagzeug baut ordentlich Druck auf, während die sägenden
Gitarrenriffs zum intensiven Headbangen einladen. Die Gitarrenarbeit
ist einfach nur klasse. Die Riffs hauen nicht nur ordentlich rein,
sie haben auch eine gelungene Klangfarbe und legen so das Fundament
für den gesamten Silberling. Tracks "The Devil's Sperm" und
"Evilized" sind dabei nicht nur starke Beispiele für die
musikalische Qualität, sondern auch für die gelungene Abstimmung des
gesamten Albums.
Das Hauptaugenmerk des Viergespanns liegt
unumstritten auf die mitreißenden Refrains. Mir als Freund von
packenden Melodien kommt das natürlich zugute. Besonders gut finde
ich, dass die Songs dabei nicht zu fröhlich werden, sondern die
nötige Härte mitbringen. Hier bekommen wir also keineswegs eine
weichgespülte Power Metal Ballade. Auf große Experimente oder zu
viel Schnickschnack im Hintergrund verzichtet die Band zugunsten der
Scheibe. Man beschränkt sich auf das Wesentliche und produziert so
einen ziemlich reinen Klang.
Ich bin wirklich gespannt auf
die nächsten Veröffentlichungen dieser Formation. Nach eigener
Aussage ist "Axeorcism" das Produkt aus den letzten 12 Jahren der
Ruhe. Können Rifforia die Messlatte noch weiter anheben? Mit
"Axeorcism" hat das Quartett wirklich ein abwechslungsreiches Album
kreiert, welches nur schwer zu übertreffen sein wird.
Fazit:
Insgesamt bietet uns Rifforia mit "Axeorcism" ein stimmiges Heavy-
und Thrash-Metal-Erlebnis, das durch technische Finesse und sein
stimmiges Gesamtkonzept überzeugt. Die mitreißenden Gitarrenriffs
und die treibende Schießbude machen Lust auf mehr. Liebhaber von
Old-School Heavy Metal mit einer Vorliebe für die energetischen
Elemente des Thrash und wohlklingenden Melodielinien sollten hier
zugreifen. Der ein oder andere Ohrwurm ist jedenfalls dabei.
Punkte: 9/10
Anspieltipp: Alles
01. A Game That You Don't Understand
02. Sea Of Pain
03.
Well Of Life
04. Built To Destroy
05. The Devils Sperm
06.
CC Cowboys
07. Evilized
08. Rifforia
09. Welcome To Hell
10. Death Row Child
Nils Patrik Johansson - Vocals
Marcus Bengts - Guitars, Bass
Magnus Fredriksson - Guitars
Fredrik Johannsson - Drums
- Download Review in deutsch
Autor: Yannick







