Axxelerator - Heads Or Tails
Band: Axxelerator (CH)
Genre: Thrash Metal
Label: Allegro
Talent Media
Album Titel: Heads Or Tails
Spielzeit: 51:21
VÖ:
24.09.2021
Die seit 2010 unter dem Namen Axxelerator bekannten Schweizer
bringen nun nach über 5 Jahren ihr zweites Album auf den Markt. Das
Quartett bezeichnet seinen Stil als Bay Area Thrash der alten Schule
und ich denke, dass man das durchaus so stehen lassen kann.
Die Lutzerner leiten die Scheibe durch ein ruhiges Intro in
langsamer Gangart ein, um gegen Ende den Titeltrack "Heads Or Tails"
anzukündigen. Kurz darauf bläst einem dieser auch schon durch die
Gehörgänge und lässt keine Wünsche offen. Die Scheibe kommt Old
School daher und die vier Musiker scheinen Wert darauf gelegt zu
haben, ihren Thrash in seiner reinsten Form zu präsentieren. Man
verzichtet auf großartige Experimente und zu viele moderne
Einflüsse. Die Auswahl der Instrumente beschränkt sich auf die
Wesentlichen. Die Gitarren können durch knackige Riffs und schöne
Soli überzeugen. Besonders gut gelungen sind diese für meinen
Geschmack in "Speedcrew". Der Klargesang, welchen sich Valentin und
Shane teilen, wird in bester Thrash Manier von Dave an den Kesseln
untermalt.
Immer wieder nehmen die Schweizer Geschwindigkeit
aus der Scheibe. Der Song "Paradise Lost" beispielsweise, kann mit
einem extrem starken Mittelteil überzeugen, welcher ruhiger und
symphonisch zugleich daher kommt. Die Gitarren zeichnen sich hier
durch langsame Riffs aus, um gegen Ende des Tracks nochmal Gas zu
geben. Auch dem Bass wurde hier besondere Aufmerksamkeit zuteil, was
ich als sehr positiv empfand.
Aber auch deutlich härtere
Songs finden sich auf dem Album wieder. "Heads Or Tails" sowie der
Rausschmeißer der Platte, "Here Comes The Pain Patrol", zählen auf
jeden Fall zu den Liedern, welche sich eignen, um seine Bude zu
entkernen. Immer wieder greift die Band auf Schnelligkeitswechsel
zurück, um diese mit den Thrash üblichen Taktwechseln und
einprägsamen Refrains zu verschmelzen. Das Resultat ist ein
vielschichtiges Album, welches durch gelungene Komposition überzeugt
und nicht mit einfachem Geknüppel langweilt.
Fazit:
Unterm
Strich ist "Heads Or Tails" bestens für einen Abend am Lagerfeuer
mit einem Getränk nach Wahl geeignet. Melodische Klänge treffen hier
auf Thrash-Metal alter Schule und legen somit den Grundbaustein,
sich den Tonträger in aller Ruhe anzuhören. Wer auf Thrash steht der
auch gerne mal in ruhigere Klangmuster abdriftet, im nächsten Moment
aber wieder hart wie ein Brett durch die Boxen schmettert, dürfte
hier bestens bedient werden.
Punkte: 8/10
Anspieltipp: Heads Or Tails, Paradise Lost
01. Gates Of Ur
02. Heads Or Tails
03. Signs Of The Idol
04. Living With Nuclear Neighbours
05. Speedcrew
06. Paradise
Lost
07. The West & The Rest
08. Skye On FIre
09. Starwinds
10. Violent Crowd
11. Here Comes The Pain Patrol
Valentin Rast - Vocals, Guitars
Shane Hill - Vocals, Guitars
Christoph Widmer - Bass
Dave Duss - Drums
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Autor: Yannick







