Mother Road - II
Band: Mother Road (USA)
Genre: Hard Rock / Blues Rock
Label:
Metalapolis Records
Album Titel: II
Spielzeit: 44:22
VÖ:
19.02.2021
Einladend erstreckt sich auf dem Cover des zweiten Albums der mir
bislang unbekannten Band Mother Road ein Highway Richtung Horizont.
Wer die Einladung annimmt und sich auf die Reise begibt, der
entdeckt ein reinrassiges Blues Rock-Album.
Eröffnet wird es
nach einem kurzen Intro mit dem schnellsten Song der Platte "Fools
Gold", der mit seinem pumpenden Bass und dem trockenen Schlagzeug
gut nach vorne geht. Das war sozusagen der Turboboost gleich zu
Beginn, denn der Rest des Albums kommt eher gemächlich daher,
abgesehen von einem Tempowechsel hier und da.
Die Stimme des
Sängers bewegt sich zwischen ZZ Top, Whitesnake und Led Zeppelin und
passt perfekt zur Musik. Die Refrains setzen sich - manchmal erst
nach einigen Anläufen - im Gehörgang fest und die in vielen Songs
präsente Hammond-Orgel verleiht den Songs einen warmen Klang. Ab und
zu gibt es Ausflüge in andere Genres wie in "Cold Heat", wo die
Bläserfraktion für einen echten Soul-Touch sorgt, oder bei "Matter
Of Time", das mit dem schleppenden Rhythmus einen echten
Heavy-Rocker darstellt.
Stimmige Blues-Gitarren rufen uns
aber immer wieder in Erinnerung, welcher Musik sich die Band
verschrieben hat. Die Rhythmusfraktion liefert auch ordentlich ab,
insbesondere der nicht nur im Eröffnungsstück pumpende Bass ist
hervorzuheben. Auch der Drummer darf sich oft an den Toms austoben,
spielt aber stets songdienlich und rundet die Songs mit kleinen
Fills ab. Schön wäre es gewesen, wenn noch zwei oder drei etwas
schnellere Titel ähnlich dem Eröffnungsstück dabei gewesen wären.
Das hätte dem Album den Blues-Charakter nicht genommen. So sind die
Lieder ab Titel Nr. 2 mehr oder weniger im selben Tempo gehalten,
was natürlich das einzelne Lied nicht schlecht macht.
Fazit:
Mit "II" ist Mother Road ein echtes Blues Rock-Schwergewicht
gelungen. Manche Songs brauchen etwas, bis man den Zugang zu ihnen
findet, aber dann offenbaren sie ihre Feinheiten. Die spielfreudige
Band und das durchweg gelungene Songmaterial bilden die Zutaten für
einen deftig rockenden Heavy-Blues-Kracher. Einige schnellere Songs
mehr, ohne die der Grundton des Albums sicher nicht verloren
gegangen wäre, wären schön gewesen, aber auch so kommt auf seine
Kosten, wer Bands wie Bad Company oder ZZ Top mag.
Punkte:
8/10
Anspieltipp: Fools Gold, Matter Of Time, Cold Heat
01. Fools Gold
02. Sticks And Stones
03. Spread It All
Around
04. Matter Of Time
05. Without You
06. Side To Side
07. Cold Heat
08. Aint Got The Blues
09. The One You Keep
10. Southland
Keith Slack - Vocals
Chris Lyne - Guitars
Barry Sparks -
Bass
Zacky Tsoukas - Drums
- Download Review in deutsch
Autor: Udo







