Nachbericht Eisenwahn 2011 von prophecy

Freitag, 8 Uhr.
Aufgestanden, geduscht, beim Baecker Fruehstueck geholt, Lanthir abgeholt und es ging los:

Eisenwahn wir kommen!
Auf der Fahrt haben wir festgestellt, dass Urlaubsbeginn war, d.h. Autobahn voll. Musik an, ausharren und auf das Festival freuen. Angekommen haben wir auch gleich das Metal Only Camp finden koennen und wurden begruesst.

Die erste Band spielt erst in 30 Minuten, also erst einmal zur Festival Area schauen was sich so verbessert hat. Ein zusaetzliches Red Bull Zelt, ein weiterer Bierwagen und ein Asia Imbiss fielen sofort ins Auge. Das Baendchen sich zu holen gelang wegen der guten Organisation auch wieder sehr schnell (es standen gluecklicherweise auch keine Leute vor dem Baendchenwagen).

Die erste Band CLITSPLIT habe ich aus persoenlichen Gruenden mir nicht weiter angeschaut. Von der zweiten Band "DIE GRAUEN HERREN" war ich positiv ueberrascht und somit verdient sich diese auch den Titel "Ueberraschungsfaszination des Festivals". Mit dabei Ex-Sobo, Pole von Jack Slater (Gitarre) und auch hier Schlagzeuger von Jack Slater. HERETIC SOUL wurde gekonnt fuer eine Mittagspause ausgenutzt und es ging weiter mit KRAANIUM, deren Schlagzeuger sich den Arm gebrochen hat und somit die Band mit Drumcomputer auftreten mussten. Alles halb so wild, er hat gepruegelt, war laut und der Bass donnerte. Dort wurde mir erstmal die zu laute Base Drum bewusst.

Als Zuschauer oder Pitgaenger nicht weiter schlimm, aber der groesste Teil meiner Aufnahmen, die ich normal immer vom Photograben aus mache, kann ich leider wohl vergessen. AMAGORTIS waren Hammer. Und, genau wie auch bei Kraanium bildete sich endlich mal ein etwas groesserer Circle Pit. Danach: Campingplatzerkundung.

Der Platz C(?) war recht weit abgelegen, den Berg hoch - ca. 5-10 Min. Fussmarsch. Platz A war mir aus den letzten Jahren bekannt und seit 2 Jahren, glaube ich, auch Platz B. Alles in Allem immer noch ein sehr schoenes familiaeres Festival. Von CRIPPER bekam ich leider nur den Song "Shortcut " mit. Auf TORTURE SQUAD habe ich mich gefreut, habe aber anscheinend keinen Thrash Metal erwartet. Gibt es nicht noch eine gleich lautende Band, die Brutal Death spielt? BENEDICTION waren okay und auch die wieder zusammengefundenen THE CROWN haben mich sehr begeistert. Zu SEPULTURA muss ich wohl nichts mehr sagen, oder? Klar, sie waren gut, aber ohne Max am Mikrofon muss ich sie mir nicht nochmal anschauen, was ich deshalb auch nicht gemacht habe.

Die erste Band am Samstag habe ich fuer eine Mittagspause genutzt und habe mich auf THE SICKENING gefreut. Sehr schoenes Gebolze. Die danach folgenden JACK SLATER hoeren nach diesem und nach noch ein paar darauf folgenden Konzerten mit ihrer Existenz auf, was ich persoenlich fuer sehr schade finde, weil gerade die Ansagen vor den Konzerten von Frontmann Stefan Horn, sowie ihre immer erst bei Auftritten generierten Setlists sehr gut gefielen. Leider gab es bei diesem Auftritt ein paar Probleme, weil der Schlagzeuger einen Song nicht mehr spielen konnte und auch war leider dieses Mal eine Set liste geschrieben worden, die dann auch noch gekuerzt werden musste, weil die Zeit nicht mehr da war. HOUR OF PENANCE waren gut, wie immer, NEGATOR musste ich mir nicht anschauen und BIG BALL und DEBAUCHERY hoeren sich sowieso gleich an und mag ich nicht.

Nach den Oldschool Krachern von ONSLAUGHT ging es trashmetallisch weiter zu TANKARD! Man hat Gerre abgenommen und er war fitter denn je, lief wie gewohnt von einer Seite der Buehne zur Anderen und sorgte fuer Photographen im Photograben fuer die noetige Bewegung. Er hat sichtlich Spass bei dem Auftritt und auch der Masse an Zuschauern hat es sehr gut gefallen. Ich sag nur EMPTY TANKARD, wo er sich gleich nen blondes Maedel schnappte um mit ihr vor versammeltem Pulk zu tanzen. Vorher musste einer waehrend einem Lied der Show strippen. Warum nicht sie? Mistig... LEGION OF THE DAMNED hoerte man sich vom Zeltplatz aus an und man begann mit den Leuten vom Metal Only Camp zu feiern, wie es besser nicht haette kommen koennen.

Fazit:
Super Organisation, grosses Lob an Laudi und Familie und Mithelfer fuer dieses reibungslose Festival. Das mittlerweile einzige Sommerfestival in Franken muss unterstuetzt werden! Negativ fiel nur auf, dass es anscheinend auch Leute angelockt hat, die nicht dieser Meinung waren, oder sie haben sich so assig verhalten, was sich auf einem so schoenen Festival nicht gehoert. So wurden von Festivalbesuchern "braune" Parolen gerufen, Dixis wurden angezuendet oder das Zelt einer Dame wurde komplett verbrannt, mit Kleidung darin. Zum Glueck schlief sie im Auto.

Waehrend dem Auftritt von Tankard wurden Zelte mit Taschenlampen durchleuchtet um evtl. Sachen zu stehlen. Leute, sowas gehoert sich nicht. War das, dass Produkt von zu wenig Sicherheitskraeften am Festivalgelaende? So ein Verhalten erinnert mich ein wenig an die letzten Queens Of Metal Open Airs... Das schoene Rhoenbrot wurde preislich angehoben um einen Euro. Musste das sein? Ich habe deswegen leider auf Alternativen ausweichen muessen.

Ich freue mich auf das naechste Jahr!
Ich bin definitiv dabei und bei den Preisen und einem solchen verbundenen Billling lohnt es sich auch.

prophecy fuer Metal Only